Zentralfriedhof in Münster ist Paradies für zwei Bienenvölker

Imkerarbeit: Clemens Schymocha rückt seinem Bienenvolk mit dem „Smoker“ zuleibe, mit dessen Rauch die Tiere beruhigt werden.

Imkerarbeit: Clemens Schymocha rückt seinem Bienenvolk mit dem „Smoker“ zuleibe, mit dessen Rauch die Tiere beruhigt werden.

Da raucht etwas. Im hinteren Teil des Zentralfriedhofs – dort, wo die evangelischen Gemeinden im Westen von Münster ihre Gräber haben. Hinter grünen Palisaden steigen Schwaden auf. Es riecht etwas verbrannt. „Genau dafür ist der Smoker gedacht“, sagt Clemens Schymocha und zeigt das Handgerät, mit dem er den Rauch in der Luft verteilt. „Die Bienen denken, dass es brennt und ziehen sich in ihren Stock zurück.“ Dort fressen sich die Insekten voll und bleiben träge in ihren Waben, bis die Gefahr vorbei ist, erklärt er.

Es besteht also kein Grund zur Sorge, gestochen zu werden. Trotzdem hat sich der Hobby-Imker vorsichtshalber den Hut mit Gesichtsschleier aufgesetzt, bevor er die zwei Bienenstöcke direkt hinter dem Zaun kontrolliert. „Über den Rauch hat sich bislang kein Besucher beschwert“, sagt er. „Bei dem regen Treiben auf dem Friedhof fällt das kaum auf.“ Auf den Wegen zwischen den Gräbern ist immer etwas los. Viele Gesichter sind ihm mittlerweile bekannt. Wie das des älteren Herren, der oft lange auf einer nahen Bank sitzt und Zigarre raucht. „Wenn er auch meinen Qualm nicht riecht, seinen Dunst rieche ich sofort.“

 

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Text/Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben

15.10.2017